ISOLATION in Berlin

von Kirstin Grunert / 14. Februar 2017 Fotografie, Isolation, Performance, Rasoul Pourmoradi

An zwölf Tagen in Folge hatten Besucher die Möglichkeit, die Fotografien und die Performance zur Kunstausstellung ISOALTION vom Künstler Rasoul Pourmoradi erstmalig in den Räumlichkeiten der Galerie LISTROS zu sehen.

Das Eröffnungsdatum für die Vernissage war der 26.06.2016. Dies hatte einen besonderen Grund, denn bereits im Jahr 1997 proklamierte die Generalversammlung der Vereinten Nationen diesen Tag als Internationalen Tag zur Unterstützung von Folteropfern.

Um 14:30 Uhr überraschte Pourmoradi im weißen Kostüm und Käfig die Zuschauer und Passanten mit einer dreißigminütige Live-Art-Performance auf der Straße vor der Galerie. Für Aufsehen sorgte ein in schwarz gekleideter Mann, mit einer Peitsche in der Hand, der Pourmoradi vor sich hertrieb. An der belebten Straßenkreuzung angekommen, stoppte der Käfig und Pourmoradi zeigte weiße Schilder mit schwarzer Schrift mit Worten wie … (siehe Schilder). Dabei fotografierte er aus dem inneren des Käfigs heraus und beobachtete die Zuschauer und fotografierte diese wiederum. Die Reaktionen der Berliner reichten von staunenden Blicken, hupenden Autos und Kopfschütteln.

Zurück in den Ausstellungsräumen der Galerie Listros folgten Grußworte vom Galeristen Dawit Shanko und Robby Woitke, dem Vorstandsmitglied des Vereins Neue Wege – Miteinander. Ein äthiopisches Büfett rundete die Ausstellungseröffnung ab.

Wer den Künstler Pourmoradi vor Ort getroffen hatte, fragte vor allem nach den Hintergründen und den einzelnen Geschichten der gezeigten Fotografien. Für Menschen die überwiegend sicher und ohne Repressalien sozialisiert sind, für jene wirken die schwarz-weiß Fotografien auf den ersten Blick durchaus ästhetisch, zeigen sie aber in Wirklichkeit bedrückende Foltermethoden, die noch heute weltweit angewendet werden. Um die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren, scheut sich der Künstler Pourmoradi nicht, mit seinen Werken in der Öffentlichkeit präsent zu sein. Im Wissen, dass er sich aufgrund seiner politischen Haltung und aktiven Auseinandersetzung in der Kunst nicht nur Freunde macht. Sein Antrieb besteht darin, das Thema der Folter und der Isolation der Weltgemeinde näher zu bringen, umso ein Bewusstsein und ein Umdenken in der Gesellschaft aktiv anzuregen.

Der Verein Neue Wege – Miteinander entwickelt mit dem Künstler Pourmoradi die Wanderausstellung, verbunden mit einem Bildungs-konzept. Ziel ist es, über die Auseinandersetzung mit den künstlerischen Produkten ins Gespräch zu kommen und einen aktiven Dialog mit verschiedenen Zielgruppen anzustoßen. Das Konzept sieht Methoden der kulturellen (Medien)bildung, aber auch der klassischen politischen Bildungsarbeit vor.

www.galerie.listros.de

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